Samstag, 24. April 2010

3 unschöne Dinge im Netz der DVB

Hallo!

Heute Abend hat es mich mal wieder so angekotzt, dass ich es nun doch in meinem Blog schreibe:

1. An der Haltestelle Angelikastraße wollte ich von der 64 vom Elbepark kommend in die Straßenbahn 11 nach Bühlau umsteigen. Der Bus wartete als ich ausstieg (schön für die Fahrgäste der etwa 2 Minuten später kommenden Straßenbahn), bis die Straßenbahn kam. Das Problem ist nur, die Haltestelle wurde vor wenigen Wochen neu eröffnet nach einem Totalumbau der Bautzner Straße an dieser Stelle. Dabei hat man die Haltestelle aber zu kurz für für einen Gelenkbus und eine 45-Meter-Straßenbahn gemacht, so dass der letzte Teil der Straßenbahn noch vor der Haltestelle direkt neben einem Geländer zum Halten kam. Ich dachte erst, wie wird sich der Straßenbahnfahrer entscheiden, aber Nein, hat er die Türen doch aufgemacht. Gut für die Umsteigenden Fahrgäste, schlecht für Fahrgäste die im letzten Teil aussteigen wollten. Das gleiche Problem gibts zum Beispiel auch am Bahnhof Neustadt. Wenn dort zwei 45-Meter-Bahnen hintereinander stehen befindet sich das letzte Teil noch auf dem Fußgängerüberweg. Meistens bin ich da aber froh wenn die so halten und die Türen auf machen, schließlich bin ich ja noch jung. Beschissen ist auch die Haltestelle Walpurgisstraße. Während am Hauptbahnhof Nord, am Pirnaischen Platz und auch an der Prager Straße immer zwei 45-Meter-Bahnen halten können, geht das an der einzigen Haltestelle dazwischen nicht! So kommt es dort meistens zu einem kleinen Stau an der Haltestelle, wenn zwei Bahnen hintereinander auf der Strecke sind, weil nicht beide in die Haltestelle passen.

Punkt 2 ist die neue Haltestellengestaltung an der Angelikastraße. Ich habe nichts gegen neue Sachen, aber hier ist die Gestaltung nicht so gut gelungen. Oft will ich (wie so viele andere auch) aus Bühlau kommend in die 64 Richtung Stauffenbergalle, Trachenberger Platz, Elbepark umsteigen. Im Schnitt hat man dazu 1 bis 2 Minuten Zeit (nach Fahrplan). Nun ist jetzt alles sehr sicher gestaltet. Allerdings wird die Zeit knapp, weil man erst auf den stadteinwärtigen Fußweg wechseln muss. Dann die Bautzner ein kurzes Stück stadtauswärts entlanglaufen muss. Dann an einer Ampel die Bautzner wieder queren muss, um auf die Haltestelleninsel in der Mitte der Fahrbahn zu kommen. Das ganze wird oft schwierig in der dafür vorgesehenen Zeit, so dass eigentlich fast alle den etwas kürzeren, aber viel direkteren Weg ohne Überquerung der Fahrbahnen und Ampel über die Gleise zurück zur anderen Haltestelle nehmen. So ist das nicht gedacht, das sieht man an den entsprechenden Geländern, aber was will man machen, wenn man den Bus noch schaffen will. Ich bin kein Planer für Haltestellen, aber vielleicht hätte es hier noch eine etwas andere Lösung gegeben.Schön ist das nicht!

Und Punkt 3 finde ich persönlich am meisten zum Kotzen! Da war nun die Straßenbahnstrecke nach Bühlau raus über 1 Jahr gesperrt. In dieser Zeit hat man auch auf einigen Kilometern die Gleise ausgetauscht. Ich sage mal ausgetauscht und nicht erneuert, weil ich die Arbeitsqualität der Gleisbauer zum Kotzen finde! Es waren einige Langsamfahrstellen und Stellen, wo die Straßenbahn aufgrund schlechter Gleise ins Schlingern kommt mit zu Beseitigen (z. B. ein kurzes Stück von der Haltestelle Weißer Adler Richtung Betriebshof Bühlau; und schlechte Gleise mit Geschlinger gabs am Berg von der Mordgrundbrücke hoch zur Plattleite). Doch was muss ich berichten: Obwohl die Gleise am Berg zur Plattleite hoch komplett neu verlegt sind, gibts es dort an manchen Stelle seitliche Schläge von den Schienen, wodurch die Straßenbahn ins Kurveninnere gestoßen wird, so dass erst heute Abend wieder zwei Männer, die gerade aufgestanden waren um an der Plattleite auszusteigen, in eine Sitzgruppe gefallen wären. Auch hinter dem Weißen Adler gibts es in der Straßenbahn Schläge von den Schienen (sowohl horizontal als auch vertikal), die auf eine schlechte Qualität der Gleisverleger schließen lässt. Genauso wie die Dichtungen neben der Schiene zum Asphalt der Straße. Nach nicht mal einem Jahr waren die Dichtungen im Bereich etwas oberhalb der Haltestelle Plattleite schon wieder rausgebröselt! Also entweder hat das nicht viel gekostet (hoffentlich ist es so), oder die Firma hat hier Pfusch abgeliefert und keiner hats so richtig gemerkt. Oder man baut heute so (mit rausbröselnden Dichtungen an den Schienen - keine Ahnung).

Das das die DVB noch nicht gemerkt haben (aber die Fahren ja auch - bis auf die Fahrer - nicht so oft da lang)?

Mensch Mensch, schön ist das nicht! Besonders die schlecht verlegten Gleise. Die Deutsche Bahn könnte sich so etwas auf Strecken wo der ICE mit 200 bis 300 Sachen fährt nicht erlauben! Nun wird hier nur mit 60 bis 70 Sachen gefahren, aber schön ist das nicht, dass die frisch verlegten Gleise so ein schlechtes Fahrgefühl vermitteln! Das habe ich schon anders erlebt (ich bilde mir ein auch in Dresden).



PS. Ich möchte mich etwas korrigieren: Als ich Ende Mai noch einmal die Gleise in der am Weißen Hirsch genauer betrachtete schien nicht alles so schlimm zu sein. Entweder sind die Dichtungen nur partiell so schlecht  gemacht, oder man hat schon "nachgebessert".

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