Samstag, 3. November 2007

Die letzten Tatra-Straßenbahnen verlassen das Depot Betriebshof-Bühlau in Dresden


Hallo!

Nun ist es doch soweit! Nachdem hier immer eine ganze Menge Tatra-Bahnen abgestellt waren, werden wie auf dem Bild zu sehen alle aus dem Betriebshof Bühlau in Dresden abgezogen. Inzwischen ist hier kein einziges Exemplar mehr zu finden.

Auf der Internet-Seite der Dresdner Verkehrsbetriebe unter www.DVB.de kann man nachlesen, daß nur noch ca. 100 einzelne Wagen im Bestand sind, aus denen dann Züge mit 2 motorisierten Einzelwagen gebildet werden. Die unmotorisierten Wagen werden gar nicht mehr im täglichen Einsatz gebraucht, da die 3-teiligen Tatra-Ganzzüge inzwischen durch die 45 Meter langen Niederflurbahnen von Bombardier aus Bautzen abgelöst wurden sind.

Insofern ist dieses Bild einer 3-teiligen Überführungsfahrt mit Tatra-Wagen an einem verregneten Novembertag schon eine Attraktion für Fans auf Dresdner Straßen bzw. Gleisen.

Allzeit gute Fahrt wünscht

Rolf Schreiter

Samstag, 22. September 2007

Extralanger Mercedes-Bus CapaCity in Dresden auf Probefahrt





Hallo!

Heute früh habe ich extra bei den Dresdner Verkehrsbetrieben angerufen, um mit einem ganz neuen Bus mit Namen CapaCity von Mercedes-Benz mitzufahren, der zur Zeit bei den DVB zur Probe fährt. Er ist ca. 1,5 m länger als die Busse mit Gelenk und hat hinten 2 Achsen. Die letzte lenkt mit. Jedenfalls hat mir die freundliche Dame die Abfahrtszeiten gegeben, so daß ich mit ihm auf der Linie 61 von Bühlau bis nach Löbtau und wieder zurück mitfahren konnte.

Er wirkt innen angenehm geräumig ist durch stark getönte Scheiben allerdings recht dunkel innen.

Die Bremsanlage verzögert ordentlich und die Beschleunigung reicht in der Ebene voll aus. Beim Anfahren aus Bushaltestellen die Grundstraße hinauf hat er zwar ganz schön mit der zusätzlichen Last zu tun, das Vorankommen ist aber noch akzeptabel.

Sehr angenehm sind die zusätzlichen Sitzplätze im Vergleich zu herkömmlichen Bussen. Heute am Freitag am späten Mittag konnten auch die Studenten problemlos (wenn auch wie auf dieser stark frequentierten Strecke eigentlich fast üblich stehend) untergebracht werden. Zwei Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe im Bus haben die Fahrgastbewegungen festgestellt.

An den Haltestellen und am Wegesrand sah ich eine Menge interessierter Menschen den neuen Bus mustern. Eigentlich hatten fast alle positiv überraschte Gesichter wo sogar oft ein Lächeln zu sehen war.

Naja. Mal sehen wie es nach der Probezeit und Abwägen von Kosten und Nutzen mit einer Anschaffung aussieht. (Inzwischen ist man bei den Dresdner Verkehrsbetrieben zu dem Schluß gekommen, daß die zusätzliche Kapazität zu gering ist und die höheren Kosten nicht aufwiegt, und man deshalb vorerst von einer Beschaffung absieht.)

Während ich auf der 1. Strecke hinten saß, habe ich mich auf der Rückfahrt direkt vorn am Einstieg neben dem Fahrer hingesetzt. Obwohl der Platz nur für eine Person gedacht ist hatte ich ab dem Schillerplatz noch eine ältere Dame neben mir sitzen, weil nun keine Sitzplätze mehr frei waren. Als ich ihr erzählte das wir in einem ganz neuen Bus sitzen sagte sie zu mir, das habe Sie noch gar nicht festgestellt.

Ja. So unterschiedlich ist halt die Wahrnehmung. Die einen freuen sich und die anderen kriegen gar nichts mit.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Zeit.

Euer Rolf


PS: Die Bilder zeigen den CapaCity bei der Anfahrt zur Haltestelle Dresden-Bühlau Ullersdorfer Platz, am Busparkplatz der westlichen Endhaltestelle in Dresden-Löbtau Tharandter Straße, an der östlichen Endhaltestelle in Dresden-Weißig am Einkaufszentrum und in leichter Abendstimmung an der anderen östlichen Endstation in Dresden-Pappritz am Fernsehturm.

Dienstag, 18. September 2007

Die superlange (45 Meter-) Straßenbahn von Bombardier in Leipzig






Hallo Ihr!

An meinem 32. Geburtstag habe ich mir einen Ausflug auf der ersten Deutschen Ferneisenbahn von Dresden nach Leipzig gegönnt, und habe mit einem Tagesticket der Leipziger Verkehrsbetriebe die Stadt unsicher gemacht.

Um einen Vergleich zwischen den modernen Straßenbahnen in Dresden und Leipzig zu bekommen, bin ich unter anderem mit einer ganz langen Niederflurbahn auf der Linie 15 bis Leipzig-Miltiz gefahren. Dort habe ich an der Endstation auch Foto 1 gemacht.
Die Unterschiede zwischen den beiden Städte-Varianten:

Die Leipziger Variante (NGT 12LEI) hat ein eigenständiges Gesicht erhalten, verfügt über 2 zusätzliche Türen an den Enden (wodurch der Fahrer einen kleineren Raum als in Dresden hat) und Klimaanlage.

Die Inneneinrichtung, wie auf den Fotos 2 bis 4 zu sehen, wirkt mit den, bis auf die blauen Sitzpolster, ganz in Alu und silber-grau gehaltenen Farbtönen für mich als Dresdner wesentlich hochwertiger, als unsere Bahnen in der sächsischen Landeshauptstadt, wie auf dem Foto 5 zu sehen. Wohlgemerkt von der Optik her. Wobei die Dresdner Verkehrsbetriebe leider unseren Fahrzeugen (NGTD 12 DD) auch keine Klimaanlage spendiert haben.

Die Achsübersetzung ist im flachen Leipziger Land nicht wie in Dresden kürzer abgestimmt, weshalb die Beschleunigung akustisch dezenter verläuft als in Dresden.

Auch die Leipziger Bahnen haben schöne große Displays mit Haltestellen- (vor-) Anzeige und "Bahn-TV". Nur an die zusätzliche Haltestellenansage in Englisch mußte ich mich erst gewöhnen.

Alles in allem finde ich es nett, daß in Leipzig und Dresden solche modernen langen Straßenbahnen aus Sachsen von Bombardier Bautzen vom Typ Flexity Classic XXL eingesetzt werden.

Allzeit freie Fahrt wünscht

Rolf Schreiter